Spielregeln - eine Kurzfassung für Miniaturgolfbahnen
1. Der Ball ist vom Abschlag mit möglichst wenigen Schlägen in das Ziel der Bahn zu schlagen ( einlochen ) !
2. Jeder Schlag zählt als ein Punkt. Ein Zusatzpunkt wird angerechnet, wenn der Ball hinter dem Hindernis
die Bahn verläßt oder mit 6 Punkten das Ziel nicht erreicht ist !
3. Es ist solange vom Abschlag zu spielen, bis der Ball das erste Hindernis auf vorschriftsmäßigem Wege
passiert hat.
4. Hinter einem Hindernis wird der Ball von dort weitergespielt, wo er liegengeblieben ist ! Bleibt der Ball unbe-
spielbar an der Bande oder hinter einem Hindernis liegen, so darf er rechtwinklig 20-30 cm abgelegt werden.
5. Verläßt der Ball die Bahn nach korrekter Überwindung des Hindernisses, ist er dort wieder einzusetzen, wo
er die Bahn verlassen hat.
6. Hat ein Spieler an einer Bahn das Ziel mit 6 Punkten nicht erreicht, werden 7 Punkte notiert und das Spiel
an der nächsten Bahn vorgesetzt.
7. Die Bahnen sind in der Reihenfolge der Numerierung zu spielen.
für den Profi :
Internationale Spielregeln für den Bahnengolf-Sport
(gilt im gesamten WMF-Bereich)
Allgemeines
Bahnengolf wird mit Ball und Schläger auf einem Bahnengolfsportplatz gespielt. Zweck dieses Spiels ist es, den Ball mit wenigen Schlägen vom Abschlag ins Ziel der jeweiligen Bahn zu bringen.
Ball/ Schlag
Für das Spiel an einer Bahn ist pro Spieler jeweils nur ein Ball zugelassen. Ein Ball, der beim Bespielen einer Bahn so stark beschädigt wird, dass er nach Ansicht eines Schiedsgerichtsmitgliedes nicht ordnungsgemäß weitergespielt werden kann, oder der an einer Bahn verloren geht (und nicht innerhalb von 5 Minuten gefunden wird), wird ohne Anrechnung eines Zusatzpunktes durch einen anderen Ball ersetzt. Der neue Schlag ist vom letzten Ruhepunkt des vermissten bzw. beschädigten Balles auszuführen. Zur Vorbereitung des Schlages ist der Ball mit der Hand auf das Spielfeld zu legen. Ausnahmen sind nur Körperbehinderten oder Spielern mit Sondergenehmigung (Gesundheitsgründe) gestattet. Spielerinnen und Spielern der Seniorenklassen 1 und 2 ist es freigestellt, den Ball mit der Hand oder dem Schläger auf das Spielfeld zu legen. Der im Spiel befindliche Ball darf nur durch einen Schlag mit dem Schläger fortbewegt werden. Vor jedem Schlag ist Schlagstellung einzunehmen. Der Schläger ist mit beiden Händen zu führen (Ausnahme: Armbehinderte). Ein Schlag ist ausgeführt, wenn der Ball bei Schlagbereitschaft den Schläger berührt und dadurch in Bewegung gesetzt wird. "In Bewegung gesetzt wird” heißt, wenn der Ball seinen Auflagepunkt verläßt. Schläge sind zu werten, wenn der Ball im Spiel ist. Absichtsloses Berühren des Balles ohne eindeutige Schlagbereitschaft gilt nicht als Schlag.
Schlagbereitschaft
Schlagbereitschaft liegt vor, wenn der Spieler nach Ausrichten des Schlägers diesen vom Ball zur Ausführung des Schlages wegführt. Auch das evtl. Hin- und Herbewegen des Schlägers danach gilt als Schlagbereitschaft.
Ball im Spiel
Ein Ball befindet sich im Spiel:
1. wenn er durch einen Schlag vom Auflagepunkt der Abschlagmarkierung in Bewegung gesetzt wird und auf dem
Weg vom Abschlagpunkt zur Grenzlinie bzw. zum Hindernis ist oder
2. nach korrekter Überwindung der Grenzlinie, wenn er sich innerhalb des Spielfeldes, aber außerhalb des Zieles
befindet.
Punkte
Jeder Schlag zählt als Punkt. Hat der Ball nach 6 Punkten das Ziel nicht erreicht, ist ein Zusatzpunkt anzurechnen. Die Höchstpunktzahl an einer Bahn ist 7 (Ausnahme: Strafpunkte).
Spielreihenfolge und Bespielen einer Bahn
Die Bahnen sind für jeden Durchgang in der Reihenfolge von 1-18 zu bespielen. Eine Bahn darf bespielt werden, wenn der Vorspieler sein Spiel an der Bahn beendet und sie verlassen hat. Bei Gruppenspiel muss jede Bahn während eines Durchganges stets in der gleichen Reihenfolge bespielt werden (Ausnahme Stechen). Eine neue Bahn darf erst bespielt werden, wenn der letzte Spieler der betreffenden Spielergruppe sein Spiel an der vorhergehenden Bahn beendet hat.
Abschlag und Ablegen
An jeder Bahn ist der Ball zu Beginn des Spiels von der Abschlagmarkierung zu spielen. Überwindet der Ball die Grenzlinie nicht, wird er vom Abschlag gespielt. In allen anderen Fällen ist er unter Berücksichtigung der folgenden Bestimmungen von dort weiterzuspielen, wo er zur Ruhe gekommen ist:
1. Überwindet der Ball die Grenzlinie und kommt nach der Grenzlinie zur Ruhe, so ist er unter Anwendung der
Ablegerichtlinien von dort weiterzuspielen, wo er zur Ruhe gekommen ist.
2. Verlässt der im Spiel befindliche Ball nach korrekter Überwindung der Grenzlinie die Bahn, wird er dort
wieder eingelegt, wo er sie verlassen hat.
3. Überwindet der im Spiel befindliche Ball ein etwa vorhandenes zweites Hindernis auf einem nicht vorge-
sehenen Weg, wird er dort vor dem Hindernis wieder eingesetzt, wo er seinen korrekten Lauf beendet hat.
4. Bleibt ein im Spiel befindlicher Ball an einem Hindernis oder der Bahnbegrenzung liegen, so darf er - nur mit
der Hand rechtwinklig abgelegt werden, soweit dies zur Vorbereitung eines neuen Schlages dient, und zwar
von einem Hindernis in Spielrichtung bis zu 30 cm, in allen übrigen Fällen 20 cm Abstand.
5. Ist der im Spiel befindliche Ball in einem Hindernisaufbau liegengeblieben, so muss er in die Richtung
abgelegt werden, aus der er gekommen ist.
6. Läuft ein im Spiel befindlicher Ball hinter die Grenzlinie zurück und kommt dort zur Ruhe, gilt:
- Bei Bahnen mit Hindernisaufbauten ist der Ball - ggf. unter Anwendung der Ablegerichtlinien - von dort
weiterzuspielen, wo er die Grenzlinie passiert hat.
- Bei Bahnen ohne Hindernisaufbauten ist der Ball - ggf. unter Anwendung der Ablegerichtlinien - von dort
weiterzuspielen, wo er zur Ruhe gekommen ist.
Der Liegepunkt eines abgelegten bzw. versetzten Balles darf vor dem Schlag nicht noch einmal verändert werden. Ist eine Bahn nur von der Abschlagmarkierung spielbar, ist jeder Schlag von dort auszuführen. Der Ball muss mit seinem Auflagepunkt die Markierung noch berühren.
Ziel
Das Ziel ist erreicht, wenn der Ball darin zur Ruhe gekommen ist. Zur Ruhe gekommen heißt, es muss feststehen, dass der Ball das Ziel aus eigener Kraft nicht wieder verlassen kann.
Ende des Spiels
Das Spiel an einer Bahn ist beendet, wenn entweder das Ziel erreicht ist oder bereits 6 Punkte plus Zusatzpunkt notiert sind.
Lauf des Balles
1. Ein Spieler darf den auf der Bahn liegenden und im Spiel befindlichen Ball mit der Hand nur unter Kontrolle
seiner Mitspieler oder des Bahnrichters berühren (Ausnahme: Das Ablegen bzw. Versetzen des Balles auf die
dafür vorgesehene Markierung). Soll er zum Reinigen aufgenommen werden, ist seine Lage vorher eindeutig
zu kennzeichnen.
2. Für die Sauberkeit der Bahn ist jeder Spieler selbst verantwortlich. Zufällige Behinderungen dürfen nicht
beseitigt werden, solange sich der im Spiel befindliche Ball in Bewegung befindet.
3. Der Lauf eines im Spiel befindlichen Balles darf nach dem Schlag weder durch den Spieler noch durch eine
andere Person absichtlich beeinflusst werden (dauernde Windabschirmung außerhalb der Bahn, während des
gesamten Ballaufes ist erlaubt).
4. Wird der Lauf eines im Spiel befindlichen Balles durch äußere Einwirkung (kein Witterungseinfluss) beeinflusst,
so ist ohne Bevorzugung oder Benachteiligung des Spielers durch ein Mitglied des Schiedsgericht ein neuer
Schlag festzulegen. Geschah die äußere Einwirkung vor Überwinden der Grenzlinie, hat der neue Schlag vom
Abschlag als Wiederholung zu erfolgen, also keine Anrechung des Punktes. Bei Beeinflussung hinter der
Grenzlinie auf dem Weg zum Ziel gilt allgemein: neuer Schlag von einem Punkt im Zielkreis, kein Wieder-
holungsschlag! Alle Punkte sind als Punkt anzurechnen.
5. Hat der im Spiel befindliche Ball eindeutig geruht, und wird er danach durch äußere Einwirkung wieder in
Bewegung gesetzt, muss er auf den Ruhepunkt zurückgelegt werden.
Betreten der Bahn
Eine Bahn darf grundsätzlich nicht betreten werden, solange sich der im Spiel befindliche Ball bewegt. Sonst darf eine Bahn dann betreten werden, wenn es zugelassen ist.
zurück zu